Gewaltprävention

Persönlichkeitsförderung durch Kunstprojekte

Toygiants
Jenny Michel - traps

Bei ihrer Ausstellung "traps" im Dialog mit der raumgreifenden Installation "Die Flamme der Revolution, liegend (in Wolfsburg)" von Olaf Nicolai setzte sich Jenny Michel mit der Geschichte von Schloss Wolfsburg auseinander, so dass es zu einem interessanten Austausch zwischen Architektur und künstlerischer Arbeit kam.

Die Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin bewegen sich zwischen Wissenschaftlichkeit und Fiktion. Sie eröffnen dem Betrachter neue Sichtweisen und Perspektiven. Papier in verschiedensten Ausführungen ist der bevorzugte Werkstoff von Jenny Michel, die für das Wolfsburger Projekt Cut-outs allgemeine wissenschaftliche Darstellungen aus verschiedenen Jahrhunderten mit Kupferdrähten überzieht, um diese als Fallen „traps“ zu installieren, die versuchen, unsichtbare Phänomene einzufangen und sichtbar zu machen. Die ursprünglichen Informationen werden dabei aus dem Kontext gelöst, als freie und isolierte Zeichen sind sie nicht mehr zu dechiffrieren und damit von der Künstlerin zu „modernen Hieroglyphen“ erklärt. Und darüber hinaus fingen die Cut-outs der "traps" bei dieser Installation sogar Signale des Raumes auf und verwandelten sie in Sound.

Die Kunstforscher und Kunstforscherinnen setzten sich intensiv und bei einigen Besuchen mit der Ausstellung von Jenny Michel auseinander. Zunächst lauschten sie den Geräuschen und untersuchen dabei die feinen und zarten Arbeiten an den Wänden. Vieles konnte darin entdeckt werden und schnell kam die Idee auf, nach alten Schalt- und Stadtplänen zu suchen. Sie wurden fündig und brachen diese zu einem der Besuche mit. Es wurde viel verglichen und wieder Neues entdeckt.


Die Frage nach der Entstehung der Arbeiten im Umdruckverfahren konnte ansatzweise über Frottagen von Mustern mit Pauspapier und Stiften nachempfunden werden.
Das nächste Mal wurden „magische Zauberbücher“ mitgebracht. Wie durch Zauberhand tauchten dabei auf weißem Papier– durch Reibung mit Buntstiften – nach und nach Figuren oder Gegenstände auf.


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