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Bernhard Martin - Ode an die Vergesslichkeit

Zur Vorbereitung der Skulptur „Ode an die Vergesslichkeit“ von Bernhard Martin, gab es von den Kunstforschern eine große Pflanzaktion.
Von der Anpflanzung bis zur Eröffnung der Ausstellung am 20. August 2013 mit Picknick im Skulpturenpark gibt es das Video "Ode an die Vergesslichkeit".

Im Park von Schloss Wolfsburg ist eine kindgerechte Skulptur entstanden, die Jung und Alt gleichermaßen ansrechen soll. Schloss Wolfsburg ist von einem englischen Landschaftspark im Osten sowie einem Barockgarten auf der Nordseite umgeben. In den Parkanlagen verbinden sich traditionellerweise Natur und Kunst. Dies den Kindern einfallsreich zu vermitteln und die Tradition von Parkanlagen durch eigenes Tun weiterzuführen, ist das Ziel des Projekts.

Kunstforscher, Anpflanzung Labyrinth im Skulpturenpark Schloss Wolfsburg Kunstforscher, Anpflanzung Labyrinth im Skulpturenpark Schloss Wolfsburg

Für die Ausführung der Skulptur konnte der bekannte Künstler Bernhard Martin gewonnen werden, der im Jahr 2008 mit dem Kunstpreis "Junge Stadt sieht Junge Kunst" der Stadt Wolfsburg ausgezeichnet wurde und außerdem mit mehreren Werken in der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg vertreten ist. Er hat eine Gartenlaube entworfen, die in die Erde versunken scheint, gerade das Dach lugt noch heraus. Keck wächst aus dem Dach ein Ast, der gekrönt wird von einem unerwarteten Element, einem modischen Schuh.

Um die surreal anmutende Skulptur herum wurde ein kleines Labyrinth angelegt, bestehend aus Heckengewächsen. Die Wege bestehen aus Gras, und auf einer kleinen Fläche von ca. 20 x 20 Metern umgeben circa 4 Reihen einen kleinen, kindgerechten Irrgarten. Die Fläche macht neugierig und ermuntert, den Weg zu suchen , sich zu verstecken, zu suchen und sich wieder zu finden — niemand kann verloren gehen. Die gewählten Pflanzen sind sibirischer Hartriegel mit leuchtend roter Rinde im Winter, roter Zierapfel mit reichem, rotem Fruchtstand kleinster Äpfel im Winter und die Schneebeere mit üppigem weißem Beerenbehang im Winter.

Kunstforscher, Anpflanzung Labyrinth im Skulpturenpark Schloss Wolfsburg Kunstforscher, Anpflanzung Labyrinth im Skulpturenpark Schloss Wolfsburg

Durch den Beeren- und Fruchtstand im Herbst und noch lange in den Winter hinein bietet diese Hecke eine natürliche Futterquelle und die Möglichkeit zum Unterschlupf für Vögel. Die leuchtend roten Triebe des Hartriegels bilden gemeinsam mit den kleinen roten Zieräpfeln und den weißen Beeren eine eindrucksvolle Attraktion zur Winterzeit.

Gemeinsam mit Gartenbauarchitekten haben die Kunstforscher der AWO-Kindertagesstätte „Am Gutshof“ den Irrgarten angelegt. Der Boden wurde vorbereitet und die Pflanzen gesetzt, und gepflegt bis der Irrgarten im Herbst die gewünschte Form angenommen hatte.

Kunstforscher, Anpflanzung Labyrinth im Skulpturenpark Schloss Wolfsburg Kunstforscher, Anpflanzung Labyrinth im Skulpturenpark Schloss Wolfsburg

Das Arbeiten mit den Pflanzen und die Teilnahme an der Skulptur ist eine gleichermaßen verantwortungsvolle wie auch sehr sinnliche Erfahrung. Die Kinder erleben das Entstehen eines Kunstwerks und werden die Baumeister des die Skulptur umgebenden Irrgartens. Sie beschäftigen sich intensiv mit der Natur, hören Bienen summen, Vögel singen, erkennen die verschiedenen Farbtöne der Heckengewächse und verfolgen die Veränderung der Skulptur durch die Natur. Da das Gelingen der Anpflanzung von regelmäßiger Pflege abhängig ist, wird auf spielerische Weise Verantwortung gelernt, aber auch Erfolgserlebnise erfahren.